November 2000

Frieden

 

Bitte nehmen Sie sich diesen Monat etwas Zeit, um über den Frieden nachzudenken. Wie können Sie mehr Friedlichkeit in Ihr Leben, Ihr Denken und in Ihr Herz bringen, und so mehr Frieden in die Welt tragen? Wie erfahren Sie Konflikte in Ihrem Leben? Wie vermeiden Sie sie? Wie gehen Sie mit ihnen um? Frieden ist nicht einfach nur die Vermeidung von Konflikt. Achten Sie auf Ihren Ärger. Fragen Sie sich: Was versucht mir mein Ärger mitzuteilen?

 

Ganz besonders zu dieser speziellen Zeit, kann aufkommende Wut eine Menge damit zu tun haben, dass man sich mit jemandem aussprechen muss. In diesem Monat besteht auf persönlicher, nationaler und weltweiter Ebene ein dringendes Bedürfnis nach Kommunikation und Dialog.

 

Hören Sie sich selbst und anderen zu. Handeln Sie entsprechend. Frieden ist kein passiver Rückzug aus dem Leben. Hören Sie auf Mutter Erde. Sie schreit laut in diesen Tagen. Sie hat keinen Frieden. Das extreme Wetter überall auf der Erde ist eine Nachricht. Diejenigen, die immer noch debattieren, ob es auf der Erde nun wirklich weltweit immer wärmer wird, ob wir Menschen dafür verantwortlich sind und ob es tiefgreifende Auswirkungen haben wird, verweigern sich. Das Ungleichgewicht verstärkt sich und wird eine äußerst tiefgehende Wirkung auf die Lebensqualität hier auf dieser Erde mit sich bringen. Hören Sie auf den Schrei der Erde und fragen Sie sich, was Sie auf irgendeine Art und Weise, ganz gleich wie unbedeutend es Ihnen auch vorkommen mag, tun können, um zu einem größeren Gleichgewicht und zu Frieden für Mutter Erde beizutragen.

 

Frieden. Wie finden wir Frieden inmitten von Konflikt? Wie bleiben wir offen für Austausch in einem System und in Gesellschaftsstrukturen, die häufig Kommunikation und Dialog abzulehnen scheinen? Wie können wir unsere Angst und unsere Wut in liebevolles Handeln verwandeln? Auf diese Fragen gibt es keine einfache Antwort. Die Fragen sind an sich eine Meditation. Das eigene Leben wird zur Antwort auf all diese Fragen.

 

 

Die freie Wahl

 

Diejenigen von uns, die in den USA leben, haben im November die Gelegenheit, unser meditatives Bewusstsein auf eine wichtige Wahlmöglichkeit zu konzentrieren: die Wahl eines neuen Präsidenten.

 

Vielen Menschen wissen nicht, wen Sie wählen sollen oder ob sie überhaupt wählen sollen. Das ist eine gute Zeit für die „Meditation der freien Wahl“. Setzen Sie sich hin und atmen Sie ruhig, indem Sie Ihr Bewusstsein auf Ihren Atem richten. Werden Sie sich Ihres Bewusstseins bewusst. Folgen Sie Ihrem Atem eine Zeit lang, bleiben Sie in diesem Bewusstsein. Bitte Sie Ihr tief inneres Wissen, Ihr Bewusstein, Sie in dieser Frage zu führen.

 

Legen Sie die Hände auf die Knie, die Handflächen nach oben. Stellen Sie sich vor, dass Sie die Kandidaten in Ihren Händen halten, in Ihrem Bewusstsein. Arbeiten Sie mit den Wahlmöglichkeiten, zu denen Sie sich hingezogen fühlen, Gore und Busch, Gore und Nader, oder wer auch immer, auf nationaler und lokaler Ebene. Lenken Sie Ihr Bewusstsein auf jede dieser Möglichkeiten. Achten Sie darauf, was für Gedanken und Gefühle in Ihnen hochkommen, zu welchen Erkenntnissen Sie gelangen, während Sie Ihr Bewusstsein von einer Hand auf die andere verschieben.

 

(Beachten Sie bitte: Das Bewusstsein funktioniert am besten, wenn es über Informationen verfügt. Informieren Sie sich über die wichtigen Fragen. Wahlen sind immer eine geeignete Zeit, um sich an die Worte Buddhas zu erinnern: „Unterwerfe alles dem Test deines eigenen Verstandes und deiner Erfahrung. Akzeptiere nichts auf der Grundlage von Glauben und Hörensagen allein.“)

 

Während Sie so über die Möglichkeiten meditieren, fragen Sie sich: Was sagt mir mein inneres Bewusstsein? Welche Wahl ist am übereinstimmendsten mit meinem Inneres Wissen, meinen Werten, meinem Glauben? Treffe ich die Wahl aus einer Position liebenden Bewusstseins heraus oder aus einer Position von Angst? Was möchte ich mit meiner Stimme aussagen?

 

Lassen Sie sich dann alle Wahlmöglichkeiten gedanklich im Licht auflösen. Ziehen Sie sich zurück. Bleiben Sie ruhig atmend sitzen, spüren Sie sich selbst als einen Teil eines größeren Ganzen, einer Anwesenheit, die größer als diese Welt der Dualität, der Wahl und der Handlung ist, aber nicht getrennt von ihr existiert. Bitten Sie Ihr Bewusstsein, Sie weiterhin dabei zu geleiten, wahrhaftig gegenüber dieser Anwesenheit zu sein, wahrhaftig gegenüber Ihrem tiefsten Selbst zu sein. Sowohl wenn Sie diese Entscheidung treffen, als auch in all Ihren sonstigen Handlungen.

 

Einige, die das lesen, mögen vielleicht sagen – aber ich gehe doch auf diese Website, um spirituell zu wachsen. Ich interessiere mich nicht für Politik. Ein Rückzug von der Welt ist sicherlich eine Wahlmöglichkeit. Es wird jedoch immer schwieriger, „die Welt“ und „Spiritualität“ voneinander zu trennen. Ich vertrete hier keinen speziellen Kandidaten (obwohl ich natürlich meine persönliche Meinung habe und die auch gern mit Ihnen teile, falls sie Sie interessiert). Ich weise hier lediglich darauf hin, dass die bewusste Übung und Anwendung der freien Wahl, wo und wann auch immer, ein wichtiger Aspekt bei der Entwicklung von Bewusstsein ist.

 

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Mögen alle Wesen glücklich, friedvoll und frei von Leid sein.

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